Wettbewerb
Südtiroler Siedlung Wörgl

ARCHITEKTUR

Studio Lois

AUSLOBER

Neue Heimat Tirol

STATUS

amlost fabulois - geladener Wettbewerb 2016

Entwurfsgedanke
Die neue Bebauung der Siedlung orientiert sich in Anordnung und Maßstab an der vorhanden Typologie der angrenzenden Wohnbebauungen. Die Gebäudegröße fungiert als Filter zwischen den massiven Wohnbebauungen und den fragilen Einfamilienhäusern. Punktgebäude weisen eine sensible Höhenentwicklung von E+2+3+4 auf . An 5 Stellen bilden turmförmige Baukörper (E+5-6) eine konzentrierte Verdichtung aus. Ein immer gleicher Erschliessungskern erlaubt einen freien Mix von Geschosstypen. Die Tiefgaragen sind konzentriert unter Konturen von oberirdischen Bebauungen. Der vorhandene Baumbestand kann erhalten bleiben, großzügige Neupflanzungen von Bäumen sind möglich. Die Abgänge in die Quartiersgaragen durchlüften und belichten diese natürlich. Durch die Aufteilung von drei Garagen für die gewünschten 5 Bauphasen bleibt die bestehende, öffentliche unterirdische Infrastruktur unberührt. Die Josef-Steinbacher Strasse wird zur Wohnstrasse (shared space) und gleichzeitig durch den öffentlichen Raum Zentrum der Siedlung . Um dieses Zentrum ist der Quartierstreff und Jugendtreff angeordnet. In der Erweiterungsdiagonale ist der Kindergarten als weiter öffentlicher Bereich situiert.
2025:
Nach Fertigstellung aller Bauphasen ist die Südtiroler Siedlung der Maßstabsfilter zwischen den massiven Wohnbauten und der kleinteiligen Einfamilienhaussiedlung. Die Bauphasen innerhalb Siedlung sind nicht markant ersichtlich, nur in der Materialität können Differenzierungen nach Wunsch/Erfordernis gesetzt werden.
Nachverdichtung 2075:
Der gewünschte Wohnungsschlüssel kann über den langen Zeitraum der Bauphasenausbildung durch die Geschoßtyp-Varianten frei gesteuert werden. Sollte sich langfristig eine höhere Dichte als Ziel von Raumordnung oder Erfordernis erweisen, kann durch einfache Aufstockung punktuell nachverdichtet werden, ohne dass neue Gebäudetypen generiert werden